In frühen Zeiten war Schöllkraut unter vielen verschiedenen Namen bekannt. Es wurde bezeichnet als Warzenkraut, Marienkraut oder Augenwurz. Alte Kräuterbücher führten Benennungen wie Herrgottsgnade, Marienkur, Gottesgabe oder Herrgottsblatt. Ebenso war mit Goldwurz oder Blutkraut das Schöllkraut gemeint. Diese zahlreichen Titel lassen noch heute darauf schließen, welch hohes Ansehen Schöllkraut in Volkskreisen genossen hat.

Die hochgelobte Heilpflanze wurde zu Beginn der chemischen Arzneimittelindustrie neben anderen Kräutern als giftiges Unkraut verbannt. Aus diesem Grund hat Schöllkraut es bis heute schwer, den beschädigten Ruf wiederherzustellen. Schöllkraut, botanisch Chelidonium majus, wächst bevorzugt an südlich gelegenen Waldrändern.

Eine weitere althergebrachte Bezeichnung für Schöllkraut ist Schellkraut. Diese leitet sich vermutlich von dem Gattungsnamen Chelidonium ab. Dabei steht der Wortteil „Chelidon“, aus dem griechischen, für „Schwalbe“. In der volkstümlichen Überlieferung erblühte das Schöllkraut, wenn die Schwalben im Mai nach ihrer Überwinterung erneut in Europa eintrafen. Und erst wenn die Vögel im Herbst erneut gen Süden zogen, verwelkte das Kraut.

Futter für Ameisen

Gegen Ende des Sommers, kurz bevor die Schwalben Europa verlassen, öffnen die länglichen schotenähnlichen Früchte des Schöllkrauts ihre beiden Klappen. Dabei verlieren sie ihre etwa 1,5 mm großen schwarzen Samenkörner. An diesen Körnern kleben gelblich-weiße Anhängsel. Sie werden als Ölkörper bezeichnet.

Die Ölkörper enthalten Stoffe, zuckerhaltig und fettartig, die Ameisen anlocken. Die Ameisen transportieren die Samen des Warzenkrauts in ihre Bauten und verzehren die weiche Hülle. Anschließend befördern die emsigen Ameisen die ungenießbaren Überreste der Samenkörner wieder aus ihrem Bau hinaus. An Ameisenstraßen und Mauerritzen wachsen daher außergewöhnlich viele Pflanzen des Schöllkrauts.

Konstitution und Standort

Das Schöllkraut gedeiht am liebsten in südlichen Gefilden. Es wächst an Mauern, Zäunen und sogar auf Schutthalden. Damit beweist es sein Talent, selbst mit wenig Wasser, schlechten Bodenverhältnissen und eingeschränkter Nährstoffzufuhr auszukommen. Das Schöllkraut ist ein wahres Pioniergewächs unter den Kräutern. Das Gewächs blüht von Mai bis in den Oktober hinein.

Die Blütezeit zieht sich über den kompletten Sommer hin. Die Witterung kann noch so trocken und die südlichen Waldränder noch so verdorrt sein, das macht dem Schöllkraut nichts aus. Die Pflanze wächst in verästeltem Habitus zwischen 30 und 80 cm hoch. Die gezackten Blätter der Chelidonium majus sehen Eichenblättern ähnlich. Sie sind buchtig gefiedert. Ein zarter Wachsfilm verleiht den Blättern ihre wasserabweisende Eigenschaft.

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Die Blattunterseiten sind leicht behaart und weisen einen etwas helleren Grünton auf, als die sonnenzugewandten Blattoberseiten. Die Schöllkraut gehört zum Stamm der Mohngewächse. Bei schlechtem, regnerischem Wetter schließt die Pflanze ihre gelben Blüten. Die Stängel senken sich ab und das Kraut zieht sich in sich zusammen.

Faszinierend sind Stängel und Wurzelstock des Schöllkrauts. Für die Pflanzenheilkunde stehen sie im Fokus des Interesses. Der Wurzelstock erlaubt der Pflanze, den Winter unbeschadet zu überstehen. Sie überlebt mindestens zwei Jahre. Sowohl zur Sommer- als auch während der Winterzeit führen Wurzel und Stängel des Schöllkrauts einen orangegelben, dickflüssigen Saft.

Der Saft des Schöllkrauts enthält die wertvollen pflanzlichen Heilstoffe. Wer sich im Sommer gemerkt hat, wo ein Schöllkraut gewachsen ist, kann die Pflanze im Winter unter einer Schneedecke wiederfinden und ihre heilsamen Stoffe nutzen. Der gelbliche Milchsaft schmeckt scharf und bitter. Er riecht außerdem äußerst unangenehm. Hier hat die Natur eine natürliche Warnung präpariert. Unvorsichtiger Konsum des unbehandelten Milchsaftes des Schöllkrauts kann giftig sein.

Wer eigenmächtig auf die Suche nach Schöllkraut geht, sollte die hautreizende Wirkung des Pflanzensaftes nicht unterschätzen. Vergiftungen durch das Kraut erfahren unvorsichtig Suchende durch Brennen, Blasenbildung im Mund, heftige Magenschmerzen und Erbrechen bis hin zu Durchfall.

Schöllkraut ist ein altbewährtes Heilmittel

Die blutreinigende Wirkung des Schöllkrautes ist lang bekannt. Zur Unterstützung des Stoffwechsels und zur Reinigung der Leber wurde das Kraut von Heilkundigen samt Wurzeln in Weißwein eingelegt. Die Mischung ruhte mindestens ein bis zwei Stunden. Die Wirkstoffe der Chelidonium majus zogen in den Wein ein. Der so versetzte Rebensaft beseitigte schnell und zuverlässig die Gelbsucht. Ein gebrühter Tee aus Schöllkraut wurde dereinst bei Ohrensausen empfohlen.

Jüngere Studien befassen sich mit den Effekten des Schöllkrauts auf moderne Krankheitsbilder (weitere Hinweise folgen im Textverlauf). Erwähnung findet Schöllkraut in Schriften der naturheilkundigen Klosterfrau Hildegard von Bingen (16.09.1098 – 17.09.1179). Sie empfahl nach dem Verzehr oder der Berührung von etwas Unreinem, das den Körper geschwürig werden ließ, die Zubereitung eines Talges. Der Talg bestand aus altem Fett und Saft von Schöllkraut. Beides sollte zerstoßen und in einer Schüssel zerlassen werden. Anschließend wurden betroffene Körperpartien mit dem Talg eingerieben.

Inhaltsstoffe des Schöllkrauts

Schöllkraut Inhaltsstoffe

Schöllkraut ist ein »Akaloid« , kann wie alle Alkaloide also physisch oder psychisch abhängig machen. Was es mit dem Alakloid Schöllkraut auf sich hat, klären wir in den nächsten Abschnitten.
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Im Schöllkraut finden sich vorwiegend Alkaloide. Alkaloide sind organische Verbindungen des sogenannten Sekundärstoffwechsels. Sie haben Auswirkungen auf den tierischen und menschlichen Organismus. Die Verbindungen kommen in der Natur vor und sind chemisch heterogen, meist alkalisch und stickstoffhaltig.

Die in der Chelidonium majus enthaltenen Alkaloide entsprechen dem Benzylisochinolintyp. Es handelt sich um

  • Coptisin,
  • Chelidonin und
  • Sanguinarin.

Weitere im Schöllkraut bzw. Warzenkraut nachgewiesene Substanzen sind

  • Chelidonsäure,
  • Apfelsäure,
  • Bernsteinsäure
  • und Kaffeesäurederivate.

Außerdem ist das Vorhandensein der

  • Alkaloide Chelidoxanthin,
  • Berberin, Chelerythrin,
  • Glaucin, Glaukopikrin,
  • Protopin, Spartein,
  • Chelidoninsäure,
  • Glauciumsäure,
  • Flavone,
  • Bitterstoffe,
  • ätherisches Öl

belegt. Alkaloide sind chemische Verbindungen, die in der Natur selbstinitiiert vorkommen. Sie zeichnen sich durch eine ringförmige Struktur aus, die Stickstoffatome an sich binden. Diese Bindungen sind heterocyclisch, das bedeutet, dass der Ring aus unterschiedlichen Atomen besteht – ganz im Gegensatz zu zyklischen Alkaloiden, die ausschließlich eine Sorte Atome aufweisen.

Die Alkaloide im Schöllkraut sind mit einem freien Elektronenpaar am überzähligen Stickstoffatom ausgestattet. Aus diesem Grund reagierten sie basisch. Der Begriff »akaloid« bedeutet nichts anderes als »basenähnlich«. Es liegt in der Natur von Alkaloiden, dass sie pharmakologische Wirkung zeigen. Einige von ihnen werden sogar synthetisch nachgebaut und bei Operationen zum Sedieren verwendet.

Andere weisen halluzinogene Eigenschaften auf, eine dritte Gruppe stimuliert. Allen Alkaloidgruppen ist gemeinsam, das sie physisch oder psychisch abhängig machen können. Heroin, ein Derivat von Morphium, führt bereits nach einmaliger Anwendung zu körperlicher Sucht.

Die Qualität des Schöllkrauts in Hinblick auf seine Wirksamkeit ist im Europäischen Arzneibuch (Pharmacopoeia Europaea = Ph. Eur.) definiert. Das Buch enthält Qualitätsparameter für alle Arzneistoffe. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um chemisch-synthetische, pflanzliche oder tierische Stoffe handelt. Das Europäische Arzneibuch findet per Gesetz in allen Ländern der Europäischen Union und der Schweiz Gültigkeit.

Der freie Tausch von Arzneien in Europa und die Qualität der aus Europa exportierten Mittel werden durch das Buch geregelt und gesichert. Der Europarat in Straßburg erarbeitet das Europäische Arzneibuch. Jährlich werden drei Nachträge verfasst, um Forschungsergebnisse und medizinische Entwicklungen aktuell zu halten.

Wirkungsweisen des Schöllkrauts

Wirkung von Schöllkraut

Schöllkraut wirkt vor allem entkrampfend.
Bildquelle: wavebreakmedia / Shutterstock.com

In ganz Europa findet Schöllkraut Verwendung zur Behandlung von Krämpfen des Magen-Darm-Traktes und der Gallenwegen. Die Dokumentation einer plazebo-kontrollierten Doppelblindstudie von Claus Niederau und Ernst Göpfert belegt, dass Schöllkraut entkrampfend im Oberbauchbereich wirkt.

Patienten, die in gleicher Behandlungszeit ein Plazebo statt des Schöllkrautpräparates zu sich nahmen, verspürten weitaus weniger rasch eine Linderung ihrer Gesundheitsbeschwerden. In den USA ist die Schöllkrautpflanze seltener zu finden. Daher ist hier auch der Gebrauch von Heilextrakten des Schöllkrauts weniger gebräuchlich.

Warzenkraut kommt zum Einsatz bei äußerlichen Hautveränderungen wie etwa Warzen oder Hühneraugen. Das Nova-Institut in Wien wirkt an Forschungsarbeiten zum Einsatz von Schöllkraut als Arzneimittel mit. Hierbei konzentriert sich die Forschungsarbeit auf hyperproliferative Zellen der Haut und hofft auf einen Durchbruch in der Dermatologie.

Bei Sehschwäche und überanstrengten Augen verschafft der Schöllkrautsaft angenehme Linderung. Die Feuchtigkeit aus einem Blatt des Krautes zerreibt man dafür zwischen einem angefeuchteten Daumen und Zeigefinger. Den Saft streichen Übermüdete mit dem Zeigefinger bei geschlossenen Augen vom inneren bis zu den Augenwinkeln. Für einige Anwender fühlt es sich an, als würde ein Nebelschleier von den Augen entfernt.

Extrakte von Schöllkraut wirken außerhalb lebender Organismen giftig auf Viren, Bakterien und Pilze. Im menschlichen Körper hingegen entfaltet sie eine gemäßigte zytotoxische Wirkung, was so viel wie leicht giftig bedeutet. Den Grund sehen Wissenschaftler in einigen der vorhandenen Alkaloide. Ein positiver Effekt ist, dass Schöllkraut gegen Viren der Influenza aktiv sind.

Volksmedizinische Anwendungen nutzen das Wirkprinzip der Eiweißauflösung und der antiviralen Mechanismen. Der Effekt sorgt dafür, dass (Haut-) Zellen aufgrund der starken Reizung absterben. Als Hausmittel zur

    • Behandlung von Warzen,
    • Hornhaut und
    • Hühneraugen war der frische Saft des Schellkrauts deshalb sehr beliebt. Heutzutage werden die Wirkstoffe in Salben und Tinkturen verarbeitet.

Nebenwirkungen von Schöllkraut

Das Extrakt des Schöllkrauts kann eine toxische Wirkung haben. Der Milchsaft ist giftig. Daher kann es bei einer Unverträglichkeit zu unerwünschten Reaktionen kommen. Eine beispielhafte Fallstudie in einem Fortbildungsartikel der Universität Düsseldorf (Seite 5 des pdf-Dokumentes) zeigt, dass die Einnahme von Chelidonium majus in einzelnen Fällen zu Schädigungen der Leber führen kann. Die Beeinträchtigungen sind jedoch in der Regel nicht von Dauer.

Nach dem Absetzen des Schöllkrautpräparates sind Betroffene rasch und nachhaltig frei von Symptomen. Menschen mit bekannten einschlägigen Vorerkrankungen sollten die Droge des Schöllkrautes nicht nutzen. Zu den relevanten Krankheitsbildern zählen schwere Leberfunktionsstörungen, Gallensteinerkrankungen, Gelbsucht und Verschluss der Gallenwege. Eine Selbstmedikation mit Extrakten des Schöllkrautes sollten Patienten nicht länger als vier Wochen lang vornehmen.

Bei länger andauernden Beschwerden und länger währender Einnahme von Schöllkrautpräparaten empfiehlt sich der Besuch eines Arztes zur Kontrolle der Leberfunktionswerte.

Die Kommission E listet Schöllkraut für die Anwendung bei krampfartigen Erscheinungen im oberen Verdauungssystem. Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen sind nicht aufgezeichnet. Die Droge wirkt spasmolytisch bei Beschwerden des Magen-Darm-Traktes. Bei der Kommis E handelt es sich um einen selbständigen Zusammenschluss wissenschaftlicher Sachverständiger, die sich vordringlich mit pflanzlichen Arzneimitteln beschäftigen.

Anwendungsgebiete des Schöllkrauts

Die Wirkungen des Schöllkrautes sind bisher wissenschaftlich nicht überzeugend und abschließend untersucht. Die unter Umständen giftigen Inhaltsstoffe der Chelidonium majus, insbesondere ihres orange-milchigen Pflanzensaftes, finden Anwendung bei diversen Krankheitsbildern. Eine nachgewiesene Wirksamkeit von Schöllkraut besteht

  • bei krampfartigen Schmerzen im Oberbauch.
  • Außerdem soll es die Gallensaftproduktion stimulieren.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat 2008 die Zulassung für Präparate mit Schöllkraut auf eine Maximaldosis von 2,5 mg Gesamtalkaloid festgelegt. Grund für die Festschreibung ist, dass Schöllkraut unter Umständen Leberschäden verursacht und die Funktionsfähigkeit des Organs negativ beeinflusst.

Tinkturen und Kapseln sind zur Einnahme geeignet. Bei Hautveränderungen wird das Extrakt des Schöllkrauts äußerlich angewendet. Erfahrungsberichte von Betroffenen, selbst historische Dokumentationen, zeigen positive Resultate. Für die Anwendung auf der Haut eignen sich Tinkturen und Salben.

Verwendung von Schöllkraut bei Warzen

Schöllkraut bei Warzen

Das im Volksmund auch Warzenkraut genannte Schöllkraut hat eine virustötende Wirkung und hilft deshalb, Warzen zu beseitigen.
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Die Volksheilkunde, wie schon vorgenannt zu Zeiten von Hildegard von Bingen, setzte Schöllkraut bzw. Warzenkraut nicht nur bei Gallensteinleiden oder Gallenblasenentzündungen ein. Die Behandlung von Warzen mit Schöllkraut war üblich. Als Warzen werden gutartige Hautwucherungen bezeichnet. Sie sehen unterschiedlich aus und treten in verschiedenen Körperregionen auf.

Vielfach finden Betroffene Warzen an Fingern, Fußsohle, im Gesicht oder Genitalbereich. Eine Warze entsteht durch eine Ansteckung mit humanen Papilloma-Viren (HPV). Von den Viren existieren etwa 90 verschiedene Typen. Ausnahmen bilden Dellwarzen und Alterswarzen. Diese beiden Sorten entstehen nicht durch Viren. Sie sind daher auch nicht infektiös.

Zur Beseitigung von Warzen tragen Betroffene den gelben Pflanzensaft auf die Warze auf. Die virustötende Wirkung der im Schöllkrautsaft enthaltenen Alkaloide hilft, die Warze zu beseitigen. Sogenannte Viruzide inaktivieren Viren. Der Milchsaft des Warzenkrauts schädigt die Virusnukleinsäure beziehungsweise die Oberflächenproteine (=Eiweiß) eines Virus. Dadurch setzt Schöllkraut die Ansteckungsgefahr von Viren herab.

Schöllkrautextrakt gegen Schmerzen und Krämpfe im Magen-Darm-Bereich

Die oberirdischen Teile des im Frühjahr blühenden Schöllkrautes werden getrocknet und medizinisch verwendet. Schöllkrautextrakte entspannen die Verdauungsorgane und Gallenwege. Diese Wirkung rührt aus dem hohen Anteil der Alkaloide. Ähnlich wie Papaverin, das sich im Opium befindet, wirkt das Schöllkraut – allerdings erheblich schwächer. Im Schöllkraut sind Coptisin und Chelidonin die Hauptakteure, die für die Entkrampfung verantwortlich sind.

Sie wirken direkt auf die innerste Muskelschicht der Organe. Die Muskeln erschlaffen, es stellt sich das Gefühl der Entkrampfung ein. Coptisin verfährt ähnlich bei der Gallenblase. Die Gallenmuskulatur entspannt sich und die Krämpfe lassen nach. Berberin und Chelidonin regen die Produktion der Gallenflüssigkeit an. Die Ausscheidungen in der Leber werden erhöht, der Stoffwechsel wird angeregt.

Daher ist Schöllkraut bei Problemen im Magen-Darm-Bereich und bei Krämpfen im Oberbauch ein natürliches Mittel zur sanften Schmerzlinderung.

Erprobung von Schöllkraut bei Krebsbehandlung

Schöllkraut trägt laut Studien von Forscher Dr. Wassil Nowicky zur Verbesserung der Lebensqualität und Linderung der Krankheitssymptome bei verschiedenen Krebserkrankungen bei. Ein entsprechendes Präparat ist für Krebspatienten jedoch in einigen EU-Ländern, darunter Deutschland, derzeit nicht erhältlich. Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wurde es als bedenklich eingestuft. Bisher liegen zu wenig kontrollierte Studien über die Effizienz der Alkaloide des Schöllkrauts zur Behandlung von Krebs vor.

Studien dürfen keine schwerwiegenden methodischen Mängel vorweisen, doch keine der derzeit verfügbaren Studien erfüllt die hohen Anforderungen der Wissenschaft. Aktuell wird weiterhin aktiv an neuen, zuverlässigen Ergebnissen geforscht.

In der Volkskunde gilt Schöllkraut als blutbildend. Aus diesem Grund wurde es eingesetzt, um Leukämie zu behandeln. Einen guten Erfolg soll eine Kur mit Tee aus Brennnesseln, Holunder und Schöllkraut bringen. Von diesem Mischtee trinken Betroffene mindestens zwei Liter täglich für eine positive Resonanz.

Maria Treben schreibt in ihrem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ folgendes zur Auswirkung von Schöllkraut:

„Es ist einige Jahre her, da erzählte man mir von einer Bäuerin, die am rechten unteren Augenlid ein rotes Geschwür in der Größe einer kleinen Fingerkuppe hatte. Der Augenarzt, bei dem sie sich Brillengläser verschreiben lassen wollte und dem die Sache nicht gefiel – sie hatte das Geschwür bereits sieben oder acht Jahre, ohne dass es Beschwerden verursachte – schickte eine Probe davon ein. Es war Hautkrebs. Für die junge Frau – wie Sie sich ja denken können – ein arger Schock.

 

Da die Familie zu unserem Bekanntenkreis gehörte, konnte ich sie auf das Warzenkraut aufmerksam machen. Es war im Februar und zum Glück ein milder Winter. Schöllkraut überwintert und bleibt grün. Ich riet, die Pflanze auszugraben und sie in einen Blumentopf zu setzen, um sie bei der Hand zu haben. Sie sollte sich täglich fünf- bis sechsmal die kranke Stelle mit dem orangegelben Saft betupfen. Nachdem das Geschwür am Augenlid saß, machte ich sie auf die Unschädlichkeit für das Auge aufmerksam. Ich riet auch noch, zu den Röntgenbestrahlungen nach Linz einmal monatlich zu fahren, wie es der Arzt angeordnet hatte, obwohl diese Bestrahlungen krebsartige Geschwülste nicht vertreiben, wohl aber noch gesunde Hautpartien, oft aber auch noch den Knochen zerstören.

Knapp vor Weihnachten erlebte ich dann aber die Freude, dass das bösartige Geschwür verschwunden war. Als die Frau zu mir kam, fiel sie mir bei der Wohnungstür sofort um den Hals. Der Augenarzt, bei dem sie vorher war, fragte verwundert, was sie getan hätte. Auf ihre Antwort ‚Monatlich beim Röntgen in Linz‘, meinte er: ‚Wenn es die Röntgenbestrahlung weggebracht hat, ist es ein Wunder.‘ Sie erzählte mir dann auch noch, dass sie seelisch nicht durchgehalten hätte, bei dem Anblick der bis auf die Knochen zerfressenen Gesichter der anderen Patienten, die sie bei den Röntgenbestrahlungen zu sehen bekam, wenn ich ihr nicht so viel Mut, Glauben und Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben hätte.

 

Nun meine Bitte an Sie, die diese Zeilen lesen: Helfen auch Sie bei einem ähnlichen Fall und ersparen Sie Ihren Mitmenschen ein furchtbares Ende. In unserer umweltverschmutzten Zeit häufen sich die Fälle, in den aus geröteten und plötzlich zu wachsen beginnenden Warzen Hautkrebs entsteht.“

Anwendungsformen des Schöllkrauts

Die Chelidonium majus wirkt

  • antibakteriell,
  • entkrampfend und
  • beruhigend,
  • fungizid,
  • hautreizend,
  • menstruationsregelnd,
  • schmerzstillend,
  • schweißtreibend und z
  • ellwachstumshemmend.

Je nach Krankheitsbild eignen sich verschiedene freikäufliche Präparate zur Wiederherstellung des Wohlbefindens und der Gesundheit. Es gibt Tinkturen, Salben, Kapseln und Tees mit Schöllkraut. Diese werden innerlich oder äußerlich angewendet.

Bevor Verbraucher ein Produkt mit Schöllkraut anwenden, sollten sie sich sehr genau mit den Wirkungen des gewählten Präparates vertraut machen. Außerdem ist die Dosierung und Einnahme bzw. Anwendung einzuhalten, die auf der Verpackung oder in der Verpackungsbeilage erläutert wird.

Schöllkraut Tinktur

In flüssiger Form gibt es Schöllkrautpräparate als Tinkturen. Sie eignen sich sowohl für die innere als auch äußerliche Anwendung.

  • Innerlich wirkt eine Schöllkrauttinktur reinigend und unterstützt die Leberfunktion.

Tinkturen sind in Apotheken erhältlich oder können selber hergestellt werden. Die Apotheken-Tinkturen unterliegen einem streng geregelten Herstellungsprozess. Dieser ist im deutschen Arzneibuch festgeschrieben. Für die Herstellung von Schöllkraut Tinkturen kommen ausschließlich getrocknete Pflanzenteile zum Einsatz. Diese werden mit 70%igem oder 95%igem Weingeist zubereitet.

Das Tinkturen aus der Apotheke festgesetzten Standards unterworfen sind, können Verbraucher sich darauf verlassen, dass die Präparate immer die gleiche Wirkstoffmenge enthalten. Zur Einnahme von Tinkturen aus der Apotheke eignen sich drei mal zehn Tropfen pro Tag, ideal in Kombination mit ein wenig Wasser oder Saft. Meist ist die innerliche Anwendung in Zusammenhang mit Mahlzeiten empfehlenswert.

  • Zur äußerlichen Behandlung von Warzen oder Flechten wird die Tinktur auf der befallenen Hautstelle verstrichen. Dort trocknet sie ein und durchdringt die oberen Hautschichten. Sie tötet unter anderem Eiweiß ab, was zu einem Absterben von Hautzellen führt.

Anders verhält es sich mit selbstgemachten Tinkturen. Diese weisen stark schwankende Konzentrationen auf. Entsprechend vorsichtig sollten Verbraucher bei der Dosierung vorgehen. In der Eigenproduktion herrschen keine strengen Regeln. Als Lösungsmittel kommen Doppelkorn, Wodka oder ähnlich hochprozentiger Schnaps infrage. Als Faustformel gilt, dass die Tinktur umso intensiver ausfällt, je höher der Alkoholgehalt ist.

Weitere starke Einflussfaktoren sind der Wirkstoffgehalt der verwendeten Pflanzenteile und die Dauer des Herstellungsprozesses. Die selbst hergestellte Tinktur lässt sich aus diesen Gründen nicht genau dosieren, weil nichts über die Konzentration bekannt ist. Da Schöllkraut giftig ist, können die unkontrollierbaren Schwankungen zu unangenehmen Nebenwirkungen führen.

Eine Sonderform stellen Urtinkturen für die Homöopathie dar. Hier gelten komplett andere Regeln. Urtinkturen benötigen frische Pflanzenteile und können nur von ausgebildeten Fachleuten hergestellt werden. Die beste Möglichkeit an eine Urtinktur zu kommen ist die Bestellung in einer Apotheke. Allerdings empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Homöopathen, da Schöllkraut bekanntermaßen Giftstoffe enthält.

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  • Das Schöllkraut[1] (Chelidonium majus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Chelidonium der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
  • Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden, von denen über 20 isoliert und chemisch identifiziert wurden.[5] Die wichtigsten sind Berberin, Chelerythrin, Chelidonin, Coptisin, Spartein,...
  • In der Volksmedizin wird der Saft der Pflanze äußerlich bei Hautkrankheiten wie Warzen[9] verwendet, entweder nativ oder als Salbe ("Glaucionsalbe", lateinisch auch "Glaucina"[10]). Als Wirkprinzip...
  • Dioskurides und Plinius berichteten, dass die Schwalben mit dem Saft des Chelidonion ihre erblindeten Jungen heilen. Der mit Honig vermischte Saft des "großen Chelidonium" galt als Mittel gegen...

Schöllkraut Salbe

Schöllkraut Salbe

Schöllkrautsalbe sollte nur auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen werden.
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Zu Salben verarbeitete Schöllkrautextrakte sind ebenfalls apothekenpflichtig. Salben sind halbfeste, streichfähige Erzeugnisse. Sie sind zur äußerlichen Anwendung auf der Haut gemacht. Der Begriff »Salbe« umfasst im weitesten Sinne auch Pasten, Cremes, Emulsionen und Gelees, obwohl sie sich hinsichtlich ihrer Herstellung unterscheiden.

Eine Salbe ist frei von Wasser. Sie wird auf Basis eines Trägerstoffs wie Vaseline hergestellt. Früher mussten Schweineschmalz und pflanzliche Öle herhalten. Der Trägerstoff entscheidet über die Haltbarkeit einer Salbe. In den Trägerstoff werden die Inhaltsstoffe eingemischt und miteinander vermengt. Eine Salbe ist sehr zäh und benötigt viel Zeit, um in die Haut einzudringen.

Cremes bestehen aus Wasser, Fett und Emulgatoren. Emulgatoren sind sorgen dafür, dass Wasser und Fett eine Verbindung miteinander eingehen, die sie ursprünglich nicht eingehen würden. Neben den drei genannten Inhaltsstoffen spielen Konservierungsmittel (maximal 2%), antimikrobielle Stoffe und Kosmetische Farbstoffe (maximal 1%) eine Rolle. Eine »Öl-in-Wasser-Emulsion« ist unkompliziert in der Herstellung. Allerdings werden »Wasser-in-Öl-Emulsionen« als hautfreundlicher gehandelt. An dieser Stelle soll nicht verschwiegen werden, dass die Mixtur von Sonne, Emulgatoren und Konservierungsstoffen Hauptverursacher der so genannten »Mallorca-Akne« sind.

Die nächste Stufe in der Klaviatur der Salben ist die Lotion. Lotionen sind wie Cremes hergestellt, enthalten jedoch deutlich mehr Wasser. Das macht sie streichfähiger.

Die letzte Salbenvariante stellt das Gel dar. Dabei handelt es sich meistens um eine Mischung aus Alkohol und Wasser, dessen Verbindung mit Konservierungsstoffen haltbar gemacht wird.

Bei Salben mit Schöllkraut, ganz gleich, in welcher Form sie zu haben sind, ist zu berücksichtigen, wie viel Wirkstoff pro Gramm Trägerstoff verarbeitet sind. Auch wenn der prozentuale Anteil von Chelidonium gering ausfällt, verhalten die Salben sich leicht ätzend. Deshalb sollten Verbraucher davon absehen, Schöllkrautsalben großflächig auf die Haut aufzutragen.

Ein vorsichtiger Umgang ist grundsätzlich ratsam. Wer lieber eine Salbe zur punktuellen Warzenbehandlung benutzt statt einer dünnflüssigen Lotion oder Tinktur, ist gut beraten, die Schöllkrautcreme mit einem Wattestäbchen gezielt aufzutragen. Der Vorteil ist, dass nur die betroffene Hautpartie mit dem Mittel behandelt wird und gesundes Gewebe geschont wird.

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  • Warzenkraut, ist der volkstümliche Name der Celidonia. Sie erhielt ihn, wegen ihrer Wirkungsweise bei Verhornungen der Haut
  • Ein anderer wichtiger Inhaltsstoff ist das ätherische Knoblauchöl
  • Die natürliche Art gegen Warzen und Verhornungen auf Hände und Füße

Schöllkraut Kapseln

Wird Schöllkraut in Form von Kapseln verabreicht, dann nehmen Verbraucher die Wirkstoffe unzerkaut ein. Eine Kapsel besteht aus Gelatine, Cellulose (für Vegetarier/Veganer geeignet) oder Carrageen. In der Kapsel befindet sich das gepulverte Schöllkraut. Gewonnen wird es zum Beispiel auf dem Weg der Trocknung. Das Verfahren – im Folgenden stark vereinfacht dargestellt – sieht vor, dass die Pflanzenteile bei normalen Druckverhältnissen tiefgefroren werden.

m Anschluss daran wird die Sublimierung eingeleitet. Das bedeutet, dass das enthaltene Wasser extrahiert wird. Nach und nach wird den Pflanzenteilen wieder Wärme zugeführt, sodass noch mehr Wasser entweichen kann. Übrig bleiben getrocknete Pflanzenteile, die sehr fein zermahlen werden können und kaum noch Wasser aufweisen. In Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen wird das gefriergetrocknete Schöllkraut in die Kapseln eingefüllt.

Arzneimittel in Kapseln setzen ihre Wirkung verspätet frei. Die Umhüllung ist häufig gegen Magensäure resistent. So wird die Arznei erst im Darm aktiviert und vom Organismus verarbeitet. Schöllkrautkapseln werden vor den Mahlzeiten eingenommen. Die Kapseln

  • helfen bei Magenschmerzen
  • und verhindern Völlegefühl vor allem bei üppigen Mahlzeiten.

Die tägliche Dosierung und Dauer der Anwendung ist der Packungsbeilage zu entnehmen. Auch hier gilt, dass ein Arzt, Homöopath oder Apotheker zurate gezogen werden sollte. Ein Gespräch mit gut ausgebildeten Fachleuten ist immer besser, als eine unkontrollierte Selbstmedikation, wenn es um Schöllkrautpräparate geht.

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Pflanzenaufguss mit Schöllkraut

Bei rheumatischen entzündlichen Erkrankungen, beispielsweise Morbus Bechterew, empfiehlt sich zur Milderung der Krankheitssymptome die regelmäßige Einnahme eines Pflanzenaufgusses. Der Sud sollte viermal täglich in einer Menge von 100 g etwa 15 Minuten vor den Mahlzeiten getrunken werden. Das Rezept beinhaltet:

  • 1 Teelöffel getrocknetes Schöllkraut (Chelidonium majus),
  • 2 Teelöffel Schafgarbe (Achillea millefolium),
  • 4 Teelöffel Knollige Spierstaude (Filipendula hexapetala Gilib.),
  • 3 Teelöffel Blätter des Eukalyptus (Eucalyptus),
  • 4 Teelöffel Brennnessel (Urtica),
  • 4 Teelöffel Knospen der Birke (Betula),
  • 3 Teelöffel Haferstroh (Avena)

Alle Zutaten werden zerstoßen und gut vermischt. Zwei Teelöffel von der Mischung mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und den Aufguss sechs Stunden stehen lassen.

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  • Das Schöllkraut[1] (Chelidonium majus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Chelidonium der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
  • Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden, von denen über 20 isoliert und chemisch identifiziert wurden.[5] Die wichtigsten sind Berberin, Chelerythrin, Chelidonin, Coptisin, Spartein,...
  • In der Volksmedizin wird der Saft der Pflanze äußerlich bei Hautkrankheiten wie Warzen[9] verwendet, entweder nativ oder als Salbe ("Glaucionsalbe", lateinisch auch "Glaucina"[10]). Als Wirkprinzip...
  • Dioskurides und Plinius berichteten, dass die Schwalben mit dem Saft des Chelidonion ihre erblindeten Jungen heilen. Der mit Honig vermischte Saft des "großen Chelidonium" galt als Mittel gegen...

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